August 2010: Schlechte Zeiten für Schneewittchen

So lautet der Titel meines neuen Buches …
Darin werden 9 Erzählungen enthalten sein. Eine davon, Die beiden Kirschen des Johnny Cash, ist vorab bereits als Hörbuch erschienen. Die restlichen 8 Geschichten befassen sich, genau wie diese, unter anderem mit der Frage nach unseren frühen Idolen, und inwiefern sie uns geprägt haben. Schlechte Zeiten für Schneewittchen brechen genau dann an, wenn der kindliche Romantiker den langen Weg hin zum erwachsenen Abenteurer antritt. Dabei geht es auch um Verlust, Initiation und Neuorientierung.
Die Idole treten in den Hintergrund, oftmals fallen sie in Ungnade. Unsere Lieblingsfilme werden aus dem Programm genommen. Schließlich erzählen die Geschichten von Nachtquartieren, denen die Märchen abhanden gekommen sind. Trotzdem (oder gerade deswegen) hat sich der Erzähler seinen melancholischen Humor bewahrt.
Anders als mein Vorgängerwerk Auf dem Salamanderpfad ist Schneewittchen nicht rein biographisch. Die surrealistischen Elemente sind zugunsten der eigentlichen Geschichte etwas in den Hintergrund getreten. Das Buch wird wie gewohnt in einer kleinen Auflage im Selbstverlag erscheinen.

Der Veröffentlichungstermin ist der 13. September 2010.

Jahresmitte 2010

Die Abschlussarbeiten an meinem neuen Buch laufen auf Hochtouren. Es kann sich nun noch um wenige Wochen handeln. Zudem munkelt man hinter den Kulissen, dass ich bald die Gelegenheit bekommen werde, meine Bühnen-Zusammenarbeit mit den Musikern von Ebenbild fortzusetzen (und zwar nicht als Roadie). Ich bin gespannt.

Januar 2010: Achtung, Hörbuch!

Nachdem meine Netzseite nicht nur den vergangenen Winter erfolgreich im Koma hinter sich gebracht hat, kann ich nun ein kleines Erwachen ankündigen, ja, eine Geburt. Als Vorgeschmack auf mein neues Buch gibt es ab sofort die erste Geschichte daraus auf einem Tonträger zu hören. Auf einem Medium, was heutzutage als Hörbuch bezeichnet wird. Hörgeschichte trifft es in meinem Fall besser. Sie heißt: Die beiden Kirschen des Johnny Cash, und ist direkt bei mir zu erwerben. Die selbst produzierte CD steckt in einer schönen Papp-Stecktasche und ist von mir handbeschriftet! Ein Sammlerstück also …

Und so kam es zu seiner Produktion.
Eines Morgens erwachte ich in einem schalldichten Raum, umgeben von teurer Studiotechnik. Ich brauchte eine Weile, um mich an das flackernde Neonlicht zu gewöhnen. Als erstes sah ich einen Wandteppich, der eine grob vereinfachte Version von Leonardo da Vinci’s Letztem Abendmahl zeigte. Sonst war ich nur von Gitarrenkoffern, Stromkabeln und besagten Geräten, die allesamt in einem schlichten Retro-Design gehalten waren, umgeben. Dann hielt mir jemand eine Tasse schwarzen Kaffee vor die Nase. Ich erkannte Maria, geschätzte Freundin und begnadete Musikerin. Einem Lächeln, dem man wirklich nichts abschlagen kann (und der Wirkung des Kaffees) war es zu verdanken, dass ich kurze Zeit später mit ein paar bedruckten Blättern bewaffnet vor einem Mikrophon stand. Dazu spielte Silas, der Gatte jener enthusiastischen Freundin, ein verheißungsvolles Gitarrenriff.
In der Geschichte geht es um das Erwachsenwerden eines mehr oder weniger erfundenen Protagonisten. Dieser entdeckt auf einem Dorfflohmarkt im Mansfelder Land eine Kassette mit Musik von Johnny Cash. Das verändert sein Leben. Von nun an hat jener Protagonist nicht nur seine Kämpfe in den Fegefeuern der Adoleszenz zu bestehen, sondern muß sich zudem der leibhaftigen Erscheinung seines singenden Idols stellen…
Auch wenn ich bis heute nicht sagen kann, wie ich überhaupt in den Aufnahmeraum gekommen bin – ich sträube mich noch immer gegen Begriffe wie Entführung oder Verschleppung – kann ich das Resultat durchaus als gelungen bezeichnen. Wir haben eine passable Geschichte und ein wenig Musik für die Zeit nach dem Schnee festgehalten.
Irgendwann im Spätsommer werde ich hoffentlich diese und die restlichen Kurzgeschichten in Buchform veröffentlichen. Ich weiß nicht, ob dazu weitere Entführungen oder ähnliche Interventionen nötig sein werden …

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